Der zweite Tag auf dem Rheinsteig – Von Bonn nach Oberdollendorf, 21km

Der nächste Morgen war endlich da. Voller Erwartung bin ich schon um 6 Uhr aufgestanden, hab mich schnell geduscht, angezogen und ab zum Frühstück. Hier habe ich es mir bei einer ordentlichen Portion Waffeln mit Apfelmus erstmal richtig gut gehen lassen. Zum Glück ist hier Selbstbedienung und man kann sich so viel nehmen wie man möchte 🙂

Gut gestärkt ging es gegen 8:30 Uhr los Richtung Rhein. Um dort hinzukommen musste ich erstmal durch die ganze Stadt latschen aber in Bonn gibt es ja auch einiges Historisches zu sehen und so war der Weg dorthin alles andere als langweilig.
Der Start des Rheinsteigs befindet sich auf dem Marktplatz direkt am Bonner Münster. Von hier aus ist es noch mal ein guter Kilometer bis zum Rhein. Als ich dort angekommen bin, wurde ich erstmal mit einem wunderschönen Blick über den Rhein und mit einer wundervoll wärmenden Morgensonne belohnt. Hier verharrte ich eine Weile um diesen schönen Moment und die morgendliche Stille zu genießen.

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Das Ludwig von Beethoven Denkmal auf dem Münsterplatz mit dem Bonner Hauptpostamt im Hintergrund.

Die ersten 5 km gingen direkt am Rhein entlang und es war schön zu beobachten wie langsam alles wach wurde. So ca. ab der Hälfte der Strecke läuft man komplett im Wald und hat nur noch die Möglichkeit über Stichwege einen Blick auf den Rhein zu erhaschen. Davon gibt es allerdings einige. Da ich aber irgendwann am Etappenziel ankommen wollte und ich noch einiges an Kilometern vor mir hatte, bin ich an den Meisten vorbeigelaufen.
Alles in Allem gab es auf der erste Tour kein besonders anspruchsvolles Höhenprofil. Es gab ein paar Steigungen aber die waren nicht weiter dramatisch. Dennoch bekam ich schon mal ein Gefühl, wie es ist mit 17 kg mehr auf dem Buckel eine längere Strecke zu laufen. So kann es dann auch, dass sich meine Begeisterung drastisch einstellte, als ich nach 15 km aus dem Wald auf einen der Aussichtspunkte ging und feststellte, dass ich Bonn immer noch nicht hinter mir gelassen hatte. Das fand ich in dem Augenblick schon irgendwie scheiße. 🙂 Nach diesem Schock musste eine Pause her. Nach einer kleinen Stärkung und 30 minütiger Realitätsbewälltigung ging es neuen Mutes weiter.

Oberhalb von Oberdollendorf kommt man wieder aus dem Wald und hat einen wirklich ganz wundervollen Blick über den Rhein und die Weinberge. Uhhund, was man auch immer noch sieht, ist das DHL Gebäude in Bonn. Das empfand ich schon irgendwie sehr deprimieren. Da ist man fast 20 km gelatscht und denn ganzen Tag unterwegs und sieht immer noch diesen scheiß Turm.

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Schöner Ausblick auf die Weinberge und Oberdollendorf

Bevor ich in meine Unterkunft bin, habe ich noch im Kloster Heisterbach zu Mittag gegessen. Das Restaurant wurde mir von einem einheimischen Ehepaar empfohlen. Im Kloster wurde gute deutsch-bürgerliche Küche serviert. Die Portionen waren ordentlich, so das man nach einem langen Wandertag auch gut davon satt wurde.

Nach dem Essen stieg ich vom Rheinsteig ca 2 km ab und ging zu meiner Unterkunft, die „Pension Ley“ in Oberdollendorf. Zu meinem Glück lag die direkt am Ortseingang, so das man nicht noch unnötige Kilometer zurücklegen musste.
In der Pension angekommen habe ich als erstes heiß Geduscht. Was ein unglaublich wohliges Gefühl, und als nächstes habe ich den erstbesten Laden aufgesucht. Belohnung musste her. Ich habe mir dort 2 Dosen Früh Kölsch gekauft und bin ab ans Rheinufer. Hier hing ich dann mit meinen 2 neuen Freunden meinen Gedanken nach. Nur leider blieben die beiden nicht lange ;-), war aber auch nicht schlimm war. Ich war schon recht erledigt und bin recht früh wieder in die Pension und habe mich schlafen gelegt.

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Mein Doppelzimmer

In die „Pension Ley“ habe ich mich direkt verliebt. Das ganze Haus ist ganz liebevoll eingerichtet und neu renoviert. Ich hatte ein schönes helles Doppelzimmer zur Einzelbenutzung. Das Zimmer war makellos sauber und ich hatte einen tollen Blick in den Innenhof. Der Frühstücksraum war eingerichtet wie eine kleine gemütliche Bauernküche und alles hatte direkt einen super Wohlfühlcharakter. Das Frühstück war mehr wie reichhaltig. Es gab neben richtig HEIßEN Kaffee auch Tee, verschiedene Säfte, Kakao und Milch. Es gab verschiedene Sorten Brot und Brötchen. Alles frisch und nichts aufgebacken. Ich hatte neben 3 verschiedenen Sorten Marmelade noch die Auswahl zwischen Honig, Nuss Nougat Aufstrich, Obstsalat, Wurst und Käse. Also Wirklich gigantisch. Hier bin ich definitiv nicht das letzte Mal gewesen und ich kann die Pension beruhigt weiterempfehlen. Bezahlt habe ich für meinen Aufenthalt 57,55€ für Übernachtung/Frühstück im Doppelzimmer zur Einzelbenutzung.

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